Goldbarren kaufen

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Goldbarren

Einen Barren pures Gold

Im Gegensatz zu den (üblicheren) Goldmünzen kann man Gold - speziell auch als Anleger - in gänzlich anderer Form erwerben: als Goldbarren. Dabei sind Goldbarren im Gegensatz zu Goldmünzen meist deutlich größer und schwerer, die Herstellung jedoch ist gar nicht so viel anders.

Tatsächlich ist ein Goldbarren lediglich eingeschmolzenes Gold, welches aus Erz oder in Form von Goldstaub gewonnen wurde, welches man schlussendlich in eine neue Form gießt, eben dem Barren. Der Sinn ist nicht nur eine bessere Handlichkeit eines Goldbarrens gegenüber Nuggets oder Goldstaub, sondern vor allem die Reinheit des begehrten Edelmetalls. Speziell, wenn Gold aus Erz gewonnen wird, kann man unerwünschte Metalle, welche im unreinen Erz enthalten sind, ausschließen und wirklich (fast) pures Gold gewinnen und anschließend in Form, sprich, Barren gießen.

Goldbarren: Vorläufer des modernen Geldes

Dabei wurden Goldbarren wie jedoch auch andere Metallbarren nicht einfach aus Spaß erfunden, es steckte schon ein ganz gewisser Gedanke in der Idee. Goldbarren kaufen war die logische Konsequenz. Denn neben der Reinigung des Edelmetalls und der besseren Handlichkeit war noch ein weiterer dritter Faktor interessant: der des Bezahlens. Als Münzgeld, speziell wieder aus Silber und natürlich Gold, noch nicht im Umlauf waren, wurde nämlich mit dem Edelmetall an sich gezahlt, eben in seiner Ur- oder Naturform. Das war wiederum nicht immer einfach: es musste ständig gewogen werden und wie rein das Edelmetall war, wusste auch niemand.

So wurden denn aus Goldbarren die ersten richtigen Zahlungsmittel, die man gut und gerne als Vorläufer des ersten Münzgeldes bezeichnen kann. Dabei wurden Goldbarren schon 2.000 Jahre vor Christus als Zahlungsmittel akzeptiert, die ersten Goldmünzen dagegen kamen erst ungefähr 600 Jahre vor Christus auf 1.400 Jahre Differenz also. Neben echten Goldbarren wurden im antiken Zeitalter allerdings auch andere Edelmetallzahlungen akzeptiert: etwa Beil- und Gerätegeld. Und wirklich: ein Beil aus Edelmetall konnte zur Zahlung von Waren oder Dienstleistungen dienen

Goldbarren: Immer gleich und doch anders

Heute hat sich das allerdings doch etwas geändert und Goldbarren dienen eher als Anlagemittel denn als Zahlungsmittel. Und doch: Goldmünzen sind noch heute aktuell, jedoch mehr unter Sammlern und auch diese sehen in ihnen eher eine spezielle Anlage.

Zudem werden Zahlungen heute in Papiergeld oder gar vollkommen Bargeldlos abgeschlossen, in der Moderne hat der Goldbarren somit zumindest als Zahlungsmittel ausgedient und wird von keinem Geschäft mehr akzeptiert. Allerdings erfüllen Goldbarren selbst heute noch wichtige Funktionen speziell in der internationalen Finanz- und Währungswelt. Zum einen ist das Kapital der Staaten in Form von Goldreserven sicher vor Inflation, zum anderen dienen Goldbarren der Stabilisierung von Währungen.

Was ein echter Goldbarren sein will, muss jedoch ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die international gelten. Als wichtigstes Kriterium für einen Goldbarren gilt dessen Feingehalt: 995/1000 müssen es mindestens sein. Eine Prägung bekommt jeder Goldbarren ebenfalls, welche alle nötigen Angaben enthält: Feingoldgehalt, Hersteller und eine eigene Nummer. Das Gewicht eines Standardbarrens liegt bei 400 Unzen (400 oz tr (Feinunzen oder Troy-Unze)), was genau 12,44 Kilogramm entspricht der Wert für solch einen (Standard)Goldbarren liegt derzeit bei 296.800 Euro (Stand Februar 2009).

Goldbarren als Geldanlage

Für den Privatanleger gibt es jedoch andere Größen für Goldbarren, denn die wenigsten dürften sich einen Standardbarren leisten können. Daher gibt es für den Privatanleger schon Goldbarren zu einer Unze (1 Oz gleich 31,1 Gramm) zu kaufen, was ungefähr einem zwei Millimeter dicken Goldplättchen mit den Maßen 42 mal 24 Millimeter entspricht (beziehungsweise 4,2 x 2,4 Zentimeter). Aber: Zinsen oder Dividende gibt es auf eine Goldanlage wie etwa bei Festgeld oder Aktieninvestment nicht, es kann lediglich auf einen Gewinn dank steigender Goldpreise spekuliert werden und allein seit der Euroeinführung hat sich dieser fast verdoppelt