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Goldmünzen Übersicht Edle Zahlungsmittel in echtem Gold

Goldmünzen: Fast so alt wie die Menschheit

Bis ins 19. und sogar 20. Jahrhundert hinein waren Goldmünzen ganz offiziell Zahlungsmittel in der ganzen Welt beziehungsweise in ihren Ausgabeländern. Heute jedoch sind sie meist Sammlern und Anlegern vorenthalten, liegt der eigentliche Wert einer Goldmünze doch meist weitaus höher als der offizielle Nennwert zum Bezahlen beim Tanken oder ein neues Hemd sind diese also viel zu schade.

Dabei sind Goldmünzen fast so alt wie die Menschheit und waren über Jahrtausende hinweg ganz normales Geld zum bezahlen von Waren und Dienstleistungen aller Art. Tatsächlich kamen die ersten richtigen Goldmünzen im 6. Jahrhundert vor Christi Geburt auf, als König Kroisos von Lydien erstmals Münzen aus Gold prägen ließ. Doch schon vorher war Gold ein begehrtes Zahlungsmittel, wenn auch in seiner Urform , sprich in Form von Goldstaub oder Nuggets.

Goldmünzen sind pure Geschichte

Wer heute als Sammler eine antike Goldmünze in die Hände bekommt, besitz damit nicht nur eine wertvolle Anlage, welche nicht nur auf den reinen Goldwert beruht, sondern kann gar ein echtes Stück Geschichte sein eigen nennen. Speziell die antiken großen Kulturen beispielsweise die alten Ägypter, Griechen, Persier und natürlich die ehemalige Weltmacht der Römer bauten auf Gold als Zahlungsmittel und prägten aus dem Edelmetall Münzen.

Tatsächlich legten die alten Hochkulturen voll und ganz auf Gold. Im alten Persien etwa war es der Dareikos , bei den Römern hingegen hießen sie Aureos und Solidos , welche sich die Goldmünzen allerdings von den Griechen abgeschaut hatten. Im 7. Jahrhundert kamen speziell unter den Merowingern jedoch vermehrt Silbermünzen als Zahlungsmittel auf, welche vom Material her deutlich günstiger als das seltene Gold waren. Doch Goldmünzen sollten ein Comeback erleben: (Gold)Gulden und Dukaten wurden plötzlich auch wegen der Kreuzzüge geprägt und in ganz Europa akzeptiert. In Spanien dagegen stürzte der Goldpreis sogar zeitweise dramatisch ab, weil zu viele Goldmünzen im Umlauf waren es kam einfach zu viel Gold aus Südamerika nach Europa und speziell Spanien.

Goldmünzen mit großen Sammlerwert

Heute sind Goldmünzen speziell bei Sammlern gefragt, die ihre goldigen Schätze allerdings nicht nur aus Liebhaberei, sondern auch als Geldanlage sehen. Tatsächlich ist der eigentliche Goldwert der Münzen meist deutlich höher als der offizielle Nennwert der Goldmünzen.

Neben den modernen Goldmünzen gibt es etliche Stücke aus der Antike und dem Mittelalter, die sehr interessant sind. Als Beispiele gelten hier sicher der Florin der Republik Florenz, welcher von 1252 bis 1531 geprägt wurde. Ebenfalls begehrt: der Dinar (Islamisches Reich), die Zechine (Republik Venedig, 1284 bis 1797), der englische Noble (1344 bis 1470), die spanische Pistole (1556 bis 1833), die Dublone (ebenfalls Spanien, 1156 bis 1833), der französische Louisdor (1640 bis 1792) oder der britische Guinee (1663 bis 1816). Preußen brachte mit dem Friedrichsdor (1740 bis 1850) ebenfalls eine interessante Goldmünze auf den Markt , genauso wie Japan (Gold Yen, 1870 bis 1932), Österreich (Krone, 1892 bis 1924) oder Russland (Tscherwonetz, 1923 bis 1982).

Goldmünzen bis heute

Selbst aktuelle Goldmünzen brachten es zu weltweiten Ruhm, speziell der südafrikanische Krügerrand oder der kanadische Maple Leaf. Ebenso interessant sind der US-amerikanische Gold Eagle, das australische (Känguru)Nugget, die englische Britannia und die Wiener Philharmonika aus Österreich. Eines haben diese berühmten Goldmünzen dabei neben dem Rohstoff Gold gemein: sie alle wiegen eine Unze (1 Oz), wobei dies jedoch von Staat zu Staat unterschiedlich interpretiert wird und das tatsächliche Gewicht der Goldmünzen zwischen 31,1 Gramm und 33,93 Gramm variieren kann, ebenso wie der Feingoldgehalt.

Selbst Deutschland gibt heute alljährlich Goldmünzen mit einem Nennwert von (meist) 100 Euro aus, wobei der Sammlerwert jedoch bei weitem höher ist. Mitunter werden die deutschen Goldmünzen mit mehreren Hundert Euro gehandelt und selbst der Ausgabepreis ist zwei- bis dreimal so hoch wie der eigentliche Nennwert. Bezahlen kann man zudem mit allen aktuellen Goldmünzen, zumindest in ihren Ausgabeländern dafür sind sie allerdings viel zu schade