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Silbermünzen Übersicht

Silbermünzen: Nach Gold kommt Silber

Nach Gold kommt Silber, was bei Münzen, speziell Silbermünzen, nicht viel anders ist. Tatsächlich sind Silbermünzen bis ins 20. Jahrhundert hinein ein gängiges Zahlungsmittel gewesen, das erst gegen 1970 verschwand und wurden gegen billigeres Metall ausgetauscht wurde.

Allerdings waren und sind Silbermünzen nie zu 100 Prozent aus Silber geprägt, vielmehr wäre reines Silber zu weich und die Münzen würden sich verformen. Daher gilt eine Münze bereits als Silbermünze, wenn diese lediglich 50 Prozent, sprich die Hälfte Silberanteil aufweist. Sterlingsilber dagegen ist 925er Silber, was 925 Anteilen von 1.000 entspricht beziehungsweise genau 92,5 Prozent. Die Namengebung Sterlingsilber kommt dagegen aus England vom berühmten Pfund Sterling und speziell die alten englischen Silberpennys waren aus Sterlingsilber gegossen. Heute ist Sterlingsilber im Gewicht von genau einer Unze (1 Oz) die gängigste Silberlegierung für moderne Silbermünzen der Rest ist meist Kupfer.

Silbermünzen: Sammelleidenschaft als Anlage

Den Status als Zahlungsmittel erfüllen heutige Silbermünzen schon lange nicht mehr, obwohl Silbermünzen sich länger behaupten konnten als ihre goldigen Brüder. Und doch werden noch heute Silbermünzen geprägt, welche zu besonderen Anlässen oder Ereignissen, wie etwa Jahrestage oder Errungenschaften der Menschheit, ausgegeben werden.

Allein Deutschland bringt pro Jahr fünf bis sechs Silbermünzen heraus, die auf (deutsche) Persönlichkeiten oder Jahrestage hinweisen und einen Nennwert von zehn Euro aufweisen. Tatsächlich könnte man mit diesen Silbermünzen in jedem Geschäft bezahlen, welches den Euro als Zahlungsmittel akzeptiert ein echter Sammler jedoch würde da nie tun. Denn der Sammlerwert und Materialwert des Silbers liegt deutlich über den Nennwert der Silbermünze, diese wegzugeben wäre quasi ein Verlustgeschäft und Silbermünzen erfüllen heute neben der reinen Sammelleidenschaft eher die Form einer interessanten Anlage.

Silbermünzen: von Amerika bis Australien

Silbermünzen sind heute kein Zahlungsmittel mehr, obwohl sie durchaus als solches benutzt werden könnten, sondern eher eine Geldanlage und vor allem eine echte Sammelleidenschaft. Kein Wunder also, dass weltweit etliche Silbermünzen existieren, die es zu wahren Weltruhm brachten.

Interessant sind hier vor allem der Silver Eagle aus den USA aus einer Unze (1 Oz) Feinsilber (999) mit einem Nennwert von einem US-Dollar (Sammlerwert zwölf bis 15 Euro) oder der kanadische Maple Leaf, welcher von einer Feinunze bis zu zehn Unzen Silber reicht (fünf bis 50 kanadische Dollar). Ebenso begehrt sind auch die Wiener Philharmonika als Silbermünze mit einer Unze (1 Oz) 999er Feinsilber und der Silber Koala aus Australien, welcher erst seit 2007 mit einem australischen Dollar Nennwert ausgegeben wird. Gemein haben alle diese Silbermünzen, dass sie als offizielles Zahlungsmittel in ihrem Ausgabeland gelten

Silbermünzen in Deutschland

Silbermünzen in Deutschland verweisen generell auf besondere Persönlichkeiten oder Ereignisse und verfügen über einen Nennwert von zehn Euro wobei zu DM-Zeiten der Nennwert zehn D-Mark betrug. Allein in 2008 wurden fünf Silbermünzen herausgegeben, welche alle aus hochwertigen Sterlingsilber (925/1000) gefertigt waren: zu Ehren des 200. Geburtstages von Carl Spitzweg, zum 150. Geburtstag von Max Planck, zur Erinnerung an Franz Kafka, zum 50jährigen Jubiläum des berühmten deutschen Segelschiffes Gorch Fock und schlussendlich zu Ehren des Artefaktes der Himmelsscheibe von Nebra.

Die Motive der Vorderseite aller Silbermünzen zieren dabei jeweils die Namensgeber , die Rückseite hingegen ist dem deutschen Hoheitszeichen, dem Bundesadler, vorenthalten, welcher jedoch in immer anderer Form wiedergegeben wird. Die moderne Form der Anlage zeigt sich zudem recht deutlich: verfügen die Silbermünzen über einen Nennwert von jeweils zehn Euro oder 50 Euro insgesamt, werden die Münzen im Sammlerpaket 2008 bereits für gut 150 Euro gehandelt die 10-Euro Silbermünzen des Jahrgangs 2002 kosten dagegen schon 260 Euro